Acht Tage. Kein Laborwert, kein Termin, kein Dokument.
Am Ende dieser acht Tage war sein Vater tot.
Christian Leitzbach hat danach getan, was die meisten nicht tun: Er hat gelesen. Akten, Leitlinien, Gesetze. Nicht um Arzt zu werden, sondern um zu verstehen – und um es belegen zu können. Was dabei entstanden ist, ist kein Wissen über Medizin. Es ist ein Verfahren.
Dieses Buch gibt es weiter. In sieben Modulen zeigt es, wie man die eigene Akte anfordert, ordnet und liest. Wie aus Gefühlen Sätze werden, die im System ankommen. Wie eine Zeitleiste aussieht, in der eine leere Zeile mehr sagt als zehn volle. Welche Fristen laufen, ohne dass jemand daran erinnert. Und wie man einen Gerichtstermin vorbereitet, wenn man allein hingeht.
Kein Trost. Kein Rechtsrat. Ein Werkzeugkasten – mit Musterbriefen, Kopiervorlagen und einer Übersicht der Paragraphen und Fristen, die zählen.
Für alle, die sich weigern, nur Patient zu bleiben.
Dieses Buch ersetzt keine arztrechtliche, sozialrechtliche oder medizinische Beratung im Einzelfall. Alle dargestellten Fälle sind anonymisiert.